Virtual Reality Spiele, Apps und Erlebnisse im Test

Onward: Häuserkampf mit VR-Brille

Onward ist ein Taktik-Shooter für die HTC Vive der uns in die Situation von Elitesoldaten im Häuserkampf (Urban Warfare) bringt. In zwei Teams mit bis zu 4 Personen tritt man gegeneinander an. Bei den Maps kann man wählen zwischen Wüstendorf, Stadt mit Hochhäusern, Containerschiff oder U-Bahn-Station. Trotz Grafik aus der Holzklasse spielt sich Onward so packend, dass es schon jetzt das Zeug zum Counter-Strike in VR hat. Entscheidend für den individuellen Spielspaß ist dabei, wie man das intensive VR Erlebnis verkraftet. Onward ist wie viele aktuelle VR-Spiele als 1-Mann-Projekt gestartet und befindet sich zurzeit noch in der Early-Access-Phase. Dennoch hat es eine Menge zu bieten und sorgt für…

Test-Ergebnis

Spielspaß
VR-Erlebnis
Umfang

Super

Fazit: Der Häuserkampf kommt ins Wohnzimmer. Onward auf der HTC Vive gibt einem das Gefühl, mitten im Krieg zu sein.

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Onward ist ein Taktik-Shooter für die HTC Vive der uns in die Situation von Elitesoldaten im Häuserkampf (Urban Warfare) bringt. In zwei Teams mit bis zu 4 Personen tritt man gegeneinander an. Bei den Maps kann man wählen zwischen Wüstendorf, Stadt mit Hochhäusern, Containerschiff oder U-Bahn-Station. Trotz Grafik aus der Holzklasse spielt sich Onward so packend, dass es schon jetzt das Zeug zum Counter-Strike in VR hat. Entscheidend für den individuellen Spielspaß ist dabei, wie man das intensive VR Erlebnis verkraftet.

Onward ist wie viele aktuelle VR-Spiele als 1-Mann-Projekt gestartet und befindet sich zurzeit noch in der Early-Access-Phase. Dennoch hat es eine Menge zu bieten und sorgt für begeisterte User-Reviews bei Steam. Auch für mich ist es eines der wenigen Spiele für die HTC Vive, die mich mehrere Stunden am Stück an die VR-Brille fesseln kann.

Dafür sorgt vor allem der – trotz grober Grafik – unglaubliche Realismus der Militärsimulation. In der Ego-Perspektive steuert Ihr dabei einen von 4 bis zu Spielern im Team „Marsoc“ oder „Volk“. Das gegnerische Team hat ebenfalls bis zu 4 Spieler. Jedes Team erhält zu Beginn eine Aufgabe, die darin besteht, ein bestimmtes Gebiet einzunehmen oder zu verteidigen. Alternativ ist eine Runde damit beendet, dass alle Spieler eines Teams ausgeschaltet sind.

Die Kommunikation im Nahbereich erfolgt direkt über das Headset und kann auch vom Gegner gehört werden, wenn dieser in der Nähe ist. Zum Sprechen über Distanz steht ein Funkgerät zur Verfügung. So sind gezielte taktische Absprachen möglich.

Der Taktik-Aspekt wird dadurch erweitert, dass man zwischen 4 verschiedenen Klassen wählen kann: Rifleman, Automatic Rifleman, Specialist und Marksman (Scharfschütze). Je nach Klasse hat man die Wahl zwischen mehreren Kampf- und Scharfschützengewehren und kann diese mit unterschiedlichen Aufsätzen nachrüsten. Im Kampf hat jedes Gewehr eine eigene Charakteristik. Richtig großartig ist das teilweise komplizierte Nachladen. So muss für das schwere Maschinengewehr der Verschluss geöffnet, der Patronengurt eingelegt, der Verschluss wieder geschlossen und das Gewehr entsichert werden, bevor man kampfbereit ist. Das alles lässt sich mit den beiden Vive Controllern perfekt simulieren.

Die Fortbewegung des eigenen Spielers erfolgt im Gegensatz zu vielen aktuellen VR-Games nicht über Teleportation. Onward geht hier den mutigen Weg, die Bewegungen direkt über das Touchpad des Controllers zu steuern. Das sorgt für ein sehr flüssiges und immersives Gameplay. Bei vielen kann dies aber zu Problemen mit VR-Übelkeit führen. Weitere Kritikpunkte sind u.a. teilweise lange Wartezeiten beim Matchmaking, unverhoffte Abstürze des Spiels und diverse Glitches mit Oberflächenstrukturen in den Maps.

Abgesehen davon kommen bei Onward die Stärken der HTC Vive voll zur Geltung. Die Tatsache, dass das Lighthouse System mit Roomscale Tracking sämtliche Kopf- und Handbewegungen des Spielers tracken kann, eröffnet für einen militärischen Taktik-Shooter völlig neue Möglichkeiten.

Mit dem Wissen, dass der Gegner aus jeder Richtung einen Überraschungsangriff starten kann, hetzt man so von Deckung zu Deckung. Der Sound, wenn eine Kugel knapp am Helm vorbeipfeift sorgt für zusätzlichen Nervenkitzel. Nie zuvor hatte man in einem Spiel so sehr das Gefühl, sich direkt in einer Kriegssituation zu befinden. Die etwas rückständige Grafik von Onward tut dieser Faszination keinen Abbruch. Im Vergleich zu anderen VR-Games gehört sie sogar zur Oberklasse.

Ein weiterer Aspekt, der das Multiplayer-Gameplay für Onward aktuell besonders hochwertig macht, ist die angenehme Steam VR Community. Die meisten Spieler sind an gutem Teamwork interessiert, weisen Anfänger in die Steuerung ein und geben klare Kommandos. Flamer, Trolle und Modder, die den Spielspaß verderben sind dagegen kaum unterwegs.

Onward kostet zurzeit bei Steam rund 23 Euro. Wer sich das Spiel zugelegt hat, sollte vor dem Einstieg unbedingt folgendes Tutorial-Video des Developers ansehen.

 

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